Inhaltliche Struktur der Weiterbildung

Modul: Führungskompetenz Teil I & Teil II

In diesen beiden zusammenhängenden Modulen befassen Sie sich mit den psychologischen Grundlagen der Mitarbeiterführung in Theorie und Praxis. Es werden theoretisch-praktische Modelle und Fertigkeiten vermittelt, die mit den persönlichen Fähigkeiten der Teilnehmer/innen und der Reflexion des eigenen Führungsverhaltens zur Führungskompetenz führen.
Themen sind u.a.: Führungsstile, Persönlichkeits- und Kommunikationspsychologie, Gruppendynamik und Leiten im Team, Konflikte und Konfliktbewältigung,  Mitarbeitergespräche, präventive Gesundheitsvorsorge (Umgang mit Stress & Burnout), Institutionelle Aspekte und ethische Fragestellungen.
Die Teilnehmer/innen erstellen jeweils eine Haus- bzw. Abschlussarbeit, in der sie einen Praxisfall aus ihrem Führungsalltag mit dem erworbenen Wissen reflektiert darstellen.

Ziel des Moduls

In diesem Modul lernen Sie das grundlegende psychologische Handwerkszeug, das Sie befähigt, ihr Verhalten als Führungskraft zu reflektieren, besser einzuschätzen und entsprechend verantwortliche Entscheidungen bezüglich der Führung Ihrer Mitarbeiter zu treffen.

Modul: Projektmanagement, Arbeitsmethodik und Qualitätsmanagement

Auch im Medizinbereich (bzw. medizinischtechnischen Bereich) werden, neben den Routineaufgaben, immer mehr zeitlich begrenzte Vorhaben, wie die Verbesserung der internen Organisation, verlangt. Diese Vorhaben werden am besten mit effektivem und effizientem Projektmanagement absolviert. Dies gelingt jedoch nur, wenn Projektleiter und Teammitglieder die wesentlichen Methoden des Projektmanagements (PM) beherrschen und Fallstricke auf dem Weg zum Erfolg erkennen. Leitende Assistenten/-innen sollten dabei über ein klares Grundwissen der PM-Methoden und der typischen Fallstricke im PM verfügen. Neben dem PM sind im praktischen Alltag gängige und möglichst einfache Arbeitsmethoden von Bedeutung. Diese Methoden helfen u.a. die Zeit effektiv zu nutzen oder Entscheidungen besser vorzubereiten Schlanke und effiziente Prozesse sowie die Sicherung der Qualität der Arbeiten und Ergebnisse sind heute ein Muss. Qualitätsmanagement sollte Leitenden geläufig sein, auch wenn sie keine Qualitätsmanager sind.

Ziel des Moduls

In diesem Modul erfahren Sie, wie Projekte als zeitlich begrenzte Vorhaben zügig und im vereinbarten Zeit- und Kostenrahmen erfolgreich durchgeführt werden. Zudem werden nützliche und einfache Arbeitsmethoden vorgestellt und ein Überblick über Struktur und Vorgehen bei der Qualitätssicherung im Medizinbereich gegeben.

Modul: Arbeitsrecht

Die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden unter die Lupe genommen.
In einer immer globaler werdenden Arbeitswelt ist es für Leitenden unabdingbar, sich mit den Arbeitsgesetzen zu beschäftigen und einen Einblick in das Gesetzeswerk zu haben, um sich selbst und ihre Mitarbeiter vor juristische Maßnahmen zu schützen.

Ziel des Moduls

In diesem Modul wird jedem Teilnehmer die Möglichkeit gegeben, die breit gefächerten Gesetze des Arbeitsrechts zu analysieren und entsprechend der jeweiligen Position die für ihn notwendigen Kenntnisse zu erlangen. Damit ist er in der Lage, die Fallstricke der Gesetze sicher zu umschiffen und souverän sein Wissen einzusetzen.

Im Einzelnen wird in diesem Seminar in Theorie und Praxis eingegangen auf: Grundbegriffe des Arbeitsrechts:

  • Arbeitsverhältnisse
  • Formen von Arbeitsverträgen
  • Formen der Kündigung
  • Erstellung von Arbeitszeugnissen
  • Die arbeitsrelevanten Gesetz

Modul: Qualitätssicherung Radiologie und Labor (parallel)

Qualitätssicherung Labor

Die „Richtlinien der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen“ – abgekürzt RiliBÄK – sind notwendiges Element eines umfassenden Qualitätsmanagements in medizinischen Laboratorien. Rechtsgrundlage für die RiliBÄK ist die Medizinproduktebetreiberverordnung des Medizinprodukterechts. Jeder, der laboratoriumsmedizinische Untersuchungen durchführt, ist verpflichtet, diese Richtlinien anzuwenden.

Ziel des Moduls

Das Seminar vermittelt in verständlicher Weise praxisorientierte Kenntnisse über die grundlegenden Anforderungen der RiliBÄK. Es werden neben wichtigen Fachbegriffen auch die Prinzipien und die Durchführung der Qualitätssicherung vorgestellt.

Qualitätssicherung Radiologie

Die Röntgenverordnung (RöV) schreibt für alle in der medizinischen Diagnostik eingesetzten Röntgengeräte eine mehrschichtige Qualitätssicherung vor. Zwar führt die Leitung einer modernen Röntgenabteilung nicht zwangsläufig alle gesetzlich vorgeschriebenen qualitätssichernden Maßnahmen selbst durch, sie muss aber den Überblick über aktuelle Vorgaben und die damit verbundenen Maßnahmen und speziellen Notwendigkeiten erkennen und umsetzen.

Ziel des Moduls

Dieses Modul stellt alle rechtlich verbindlichen Maßnahmen der Qualitätssicherung dar, darunter Abnahmeprüfung und Konstanzprüfung. Darüber hinaus werden Zusammenhänge und Hintergründe
erläutert, die Sie in die Lage versetzen, die notwendigen Maßnahmen einzuleiten, um die gesetzlichen Anforderungen der Röntgenverordnung zu erfüllen und die Qualität der radiologischen Arbeit sicherzustellen.

Modul: Entgelte, TVöD

Die Vergütung – Entgelt für Arbeit – der MTAs wird in unterschiedlichen Abhängigkeiten dargestellt. Sofern die Tarifvertragspartner sich geeinigt haben, werden Sie die neuen Entgeltbestimmungen des TVöD kennen lernen und die entsprechenden Voraussetzungen, die nötig sind, um in eine bestimmte Entgeltgruppe und Stufe zu kommen. Darüber hinaus werden auch die Fälle des Entgeltes ohne Arbeit behandelt. Es wird aufgrund der Fallbeispiele ein sowohl praxisbezogenes als auch informatives Modul sein, in dem es auch Gelegenheit geben wird, tagesaktuelle Fragestellungen zum Thema anzusprechen.

Ziel des Moduls:

In diesem Modul wird die Vergütung – Entgelt für Arbeit – der MTAs in unterschiedlichen Abhängigkeiten dargestellt. Fallbeispiele verdeutlichen verschiedene Möglichkeiten und zeigen Entgeltbestimmungen mit den dazugehörenden Voraussetzungen, um z. B. eine andere Eingruppierung/eine Gehaltserhöhung zu bekommen, auf.

Modul: Dienstplanrecht und Dienstplangestaltung

Dienstplangestaltung

Die Dienstplangestaltung ist eine komplexe Angelegenheit und stellt die hierfür verantwortliche Person immer wieder vor neue Herausforderungen. Einerseits gilt es zahlreiche gesetzliche Regelungen zu beachten, anderseits kommen individuelle Wünsche der einzelnen Mitarbeiter und deren Interessenkonflikte hinzu. Das Modul gibt den Teilnehmern einen Überblick und Hilfestellung für die Erstellung eines korrekten Dienstplans.

Im Einzelnen werden folgende Themen behandelt:

  • Definition Arbeitszeit
  • Zulässige Höchstarbeitszeit
  • Ruhezeiten und Einhaltung von Pausen
  • Sonn-und Feiertagsarbeit
  • Urlaubsanspruch
  • Dienstplanerstellung

Dienstplanrecht

Die Dienstplangestaltung stellt die hierfür verantwortlichen Personen immer wieder vor neue Herausforderungen. So müssen neben der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben meist auch kollektivrechtliche Bestimmungen beachtet werden. Hinzu kommen individuelle Wünsche und die Kollision zwischen den Interessen der einzelnen Mitarbeiter.

Ziel des Moduls

Den Seminarteilnehmern sollen die zur Erstellung eines Dienstplans notwendigen Kenntnisse des Arbeitszeitgesetzes vermittelt werden. Zudem werden die im Arbeitszeitgesetz durch Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen zugelassenen Ausnahmen erläutert.

Modul: Gesundheitsmanagement

Die Gesundheitswirtschaft ist einer der dynamischsten Sektoren der Volkswirtschaft, der aufgrund der demografischen Entwicklung und medizintechnischen Innovationen auch zukünftig enormes Wachstumspotenzial bietet. Da die Strukturen des Systems sehr komplex sind, wird es immer wichtiger, sowohl das Gesamtsystem als auch die Interdependenzen zwischen den einzelnen Segmenten zu verstehen.
Als größtes Subsegment ist dabei der Bereich der Krankenhausversorgung von großem Interesse. Aufgrund der Einführung von fallpauschalisierten Entgelten kam es hier in den letzten Jahren zu umfassenden Veränderungsprozessen, die noch nicht abgeschlossen sind. Vor dem Hintergrund dieser Veränderungsprozesse halten auch verstärkt moderne Managementinstrumente Einzug in das Gesundheitswesen.

Ziele des Moduls

Sie erhalten einen Überblick über wesentliche Instrumente des Gesundheitsmanagements. Nach einer Einführung in volkswirtschaftliche Aspekte stehen v.a. aktuelle Fragen des Krankenhausmanagements im Mittelpunkt des Moduls. Sie werden befähigt, politische Entwicklungen einzuschätzen und aktuelle krankenhausbetriebswirtschaftliche Instrumente im Betriebsalltag zu nutzen.

Modul: Leiten (Teil I): Sich und andere führen

Der Einstieg in eine Leitungs- bzw. Führungsposition bringt viele Veränderungen und Herausforderungen mit sich. Führungskräfte suchen dann nach hilfreichen Führungstechniken und -werkzeugen, um den alltäglichen Herausforderungen und Veränderungen in der neuen Position gerecht zu werden. Sie übersehen dabei häufig, dass der Prozess der Führung unmittelbar mit uns selbst, der eigenen Persönlichkeit verbunden und davon nicht zu trennen ist. Im Allgemeinen nehmen wir an, dass unsere eigenen Vorstellungen von Führung und Autorität wahr und richtig sind. Dabei hinterfragen wir nicht, welches unsere typischen Verhaltensweisen sind und wie unser Verhalten auf andere wirkt. Sich selbst besser verstehen ist deshalb die Grundlage jeglicher erfolgreichen Führungsarbeit und erfordert eine fortwährende persönliche Selbst-Entwicklung. Die Führung von Mitarbeitern ist keine exklusive Fähigkeit von Leuten, die dazu geboren sind. Die Eigenschaften, die einer erfolgreichen Führungskraft zugeschrieben werden, lassen sich bis zu einem individuellen Grad erlernen.

Ziel des Moduls

Nach dem Modul sind Sie in der Lage, sich in Ihrer (anstehenden) Führungsrolle besser einzuschätzen, Ihre Führungs- und Verhaltensstile zu kennen und sie aktiv im Arbeitsalltag zu nutzen.

Modul: Leiten (Teil II): Mitarbeiter motivieren

Die im Modul Führungskompetenz kennengelernten eigenen Führungs- und Verhaltensstile werden in diesem Modul durch weitere praxisorientierte Übungen im Bereich der Motivation von Mitarbeitern konkretisiert. Dabei wird die Frage, welche Bedingungen und Faktoren zu einer erfolgreichen Motivation der Mitarbeiter beitragen, praktisch für die Teilnehmer/innen erfahrbar gemacht.

Ziel des Moduls

Das Modul vermittelt einen Überblick über die praktischen Möglichkeiten, wie Sie als Führungskraft Zugang zu Ihren Mitarbeitern finden und sie motivieren können. Sie lernen dabei Ihre persönlichen Stärken und Verhaltensstile in Bezug auf die Mitarbeitermotivation kennen und erfahren, wie Sie diese fortentwickeln und erweitern können.

Modul: Betriebswirtschaft, rechtliche und steuerliche Aspekte

Zur erfolgreichen Führung eines Labors oder einer Radiologie ist nicht nur „das Medizinische“ entscheidend. Die Bewältigung der kaufmännischen Aufgaben und Fragestellungen gehört unabdingbar mit dazu. Die medizinischen Leistungen und das betriebswirtschaftliche Denken und Handeln müssen „unter einen Hut“ gebracht werden. In diesem Modul werden schwerpunktmäßig die elementaren betriebswirtschaftlichen und kaufmännischen Grundlagen anhand von Praxisbeispielen geschult. Ergänzend wird steuerliches und juristisches Basiswissen vermittelt.

Ziel des Moduls

In diesem Modul erfahren und lernen Sie die für Ihre Arbeit wesentlichen Grundbegriffe und Grundlagen der Betriebswirtschaft, so dass Sie in der Lage sind, eigenständig fundierte betriebswirtschaftliche Auswertungen zu erstellen. Die Kalkulation der Kosten einer Laboruntersuchung/Röntgenleistung oder die Erstellung von Kosten-Nutzen-Berechnungen zur Anschaffung eines neuen Gerätes oder zur Implementierung einer neuen Methode sind nur einige Beispiele dafür, was in diesem Modul behandelt wird. Sie werden mehr Sicherheit bei Gesprächen mit Ihren Vorgesetzten bekommen und auch mehr Verhandlungskraft bei Lieferantengesprächen. Das steuerliche und juristische Basiswissen öffnet Ihnen den Blick über den Tellerrand hinaus, so dass Sie ein noch stärker akzeptierter und kompetenter Gesprächspartner werden.

Modul: Betriebswirtschaft Planspiel

Das Planspiel veranschaulicht den Teilnehmern den Krankenhausbetrieb auf sehr anschauliche Art und Weise. Dabei steht die Vermittlung der wichtigsten betriebswirtschaftlichen Parameter im Krankenhaus im Vordergrund. Die Teilnehmer schlüpfen in die Rolle der Krankenhausleitung und haben die Aufgabe ihr Krankenhaus zu führen. Im Verlauf der prozessorientierten Simulation werden Patienten aufgenommen, diagnostiziert, therapiert und am Ende der Behandlung entlassen sowie die Leistungen abgerechnet.

Am Ende der Periode wird der Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung) erstellt und analysiert. die Teams erarbeiten eine Strategie und setzen verschiedene Maßnahmen um, die sich auf die Fachabteilungen auswirken. Dabei erkennen sie die Herausforderungen im operativen und strategischen Bereich. Ressourcen sind so einzusetzen, dass mit fortschreitendem Spielablauf eine Optimierung der Kosten und der Prozesse erreicht wird.

Ziel des Moduls

In diesem Modul werden die grundlegenden betriebswirtschaftlichen Grundlagen auf anschauliche Art und Weise mit dem Unternehmensplanspiel Hospital Akut vermittelt.

Modul: Evaluation & Supervision

Der in der Weiterbildung angeregte Entwicklungsprozess der Teilnehmer/innen wird in diesem Abschlussseminar gemeinsam evaluiert und supervidiert. Folgende Leitfragen führen durch das Seminar: wo stand ich vor der Weiterbildung, wo stehe ich heute und wo will ich zukünftig als Führungskraft stehen? Auf welche Fähigkeiten und Ressourcen kann ich als Führungskraft bauen und welche sollte ich vielleicht noch erweitern oder entwickeln? Wie nehme ich mich selbst wahr und wie werde ich von anderen als Führungskraft wahrgenommen? Die Besprechung der Abschlussarbeiten und die Verleihung des Zertifikats beschließen die Weiterbildung.

Ziel des Moduls:

Sie werden in diesem Abschlussmodul durch Supervision den persönlichen Entwicklungsprozess der Führungsfähigkeiten evaluieren und reflektieren. Der Fokus liegt in der persönlichen Reflektion und dem Stand der „momentanen“ Umsetzung der Führungskompetenzen im beruflichen Umfeld.

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